Beware of the Hundekacke

Friedrichshain hat ein Hundekackeproblem. Als wären die Tretminen an sich nicht schon belastend genug, nimmt das Ganze bei Regenwetter eine völlig neue Dimension an.

Wenn man täglich in Friedrichshain unterwegs ist, ist man darauf getrimmt, bei jedem Schritt mit einem Auge die Straße im Blick zu behalten. Denn ansonsten läuft man Gefahr, in einen der unendlich vielen und täglich neuen Hundehaufen zu latschen. (Bei der Größe der Haufen frage ich mich oft, wie man auf den Trichter kommen kann, sich in dieser Gegend einen so großen Hund anzuschaffen. Aber das ist ein anderes Thema.)

Aber zurück zum Eigentlichen: der Hundehaufen-Overload ist ja grundsätzlich schon belastend genug. Aber im Herbst erreicht er nochmal ein ganz anderes Level. Denn durch Regenwetter werden die Haufen aufgeweicht und zerlaufen auf den Gehwegen. Der Feind ist also nicht mehr nur ein brauner Haufen, sondern verschmierte Schlieren, die selbst mit „trainierten Augen“ nicht mehr einfach zu erkennen sind.

Die Matschepampe breitet sich also schön großflächig auf den Gehwegen aus. Und weil schwerer zu sehen, marschieren um so mehr Leute durch – und verteilen sie weiter. Es kommen täglich neue hinzu, es regnet wieder, es wird weiter mit den Schuhen verteilt. Eine Endlosschleife!

Richtig spannend wird es ab nachmittags in der Dunkelheit. Die (wirklich schöne) romantische Berliner Straßenbeleuchtung gibt einfach nicht genug Licht her, um die Gehstrecke ausgiebig checken zu können.

Deshalb, mein Appell an alle Hundebesitzer, die mit ihren Vierbeinern eine braune Spur auf den Fußwegen hinterlassen:

Bitte denkt doch mal nach. Ist ja klar, dass eure kleinen Scheißerchen müssen. Aber geht das nicht einfach ein paar Meter weiter, auf einem Stück Wiese oder an einem Baum? Das kann doch nicht so schwer sein! 

Over and out.

An alle anderen da draußen: bleibt stark! Und viel Glück!

 

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